Fallbeispiel
Eine Führungskraft wirkte zunehmend erschöpft und gereizt
- Geschäftsführung
- Personalabteilung
- I Ausgangslage
Eine langjährig zuverlässige Führungskraft wirkte zunehmend erschöpft und gereizt. Entscheidungen wurden hinausgezögert, Besprechungen kurzfristig abgesagt und Mitarbeitende teilweise unangemessen behandelt. Die Geschäftsführung vermutete psychische Probleme, war jedoch unsicher, ob und wie sie das Thema ansprechen durfte.
- II Vorgehen
Gemeinsam mit der Geschäftsführung und der Personalabteilung trennte ich zunächst beobachtbare Veränderungen von Vermutungen und Diagnosen. Anschließend bereiteten wir ein Gespräch vor, in dem die betrieblichen Auswirkungen klar benannt wurden, ohne die Führungskraft persönlich abzuwerten. Ich moderierte das Gespräch und achtete darauf, Fürsorge und betriebliche Anforderungen miteinander zu verbinden.
- III Ausgang
Die Führungskraft berichtete von einer erheblichen privaten und gesundheitlichen Belastung. Es wurden eine vorübergehende Entlastung, professionelle medizinische Unterstützung und verbindliche Gesprächstermine vereinbart. Gleichzeitig blieb klar, welche Führungsaufgaben weiterhin erfüllt werden mussten. Dadurch wurde eine weitere Eskalation im Team verhindert und die Führungskraft konnte schrittweise wieder Verantwortung übernehmen.
Wiederkehrende Verläufe aus meiner Praxis — anonymisiert und verdichtet.
Wobei ich Sie unterstütze: Psychisch belastete Mitarbeitende
Jede Situation ist anders
Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Konflikte und Krisen in Unternehmen entstehen können. Es geht nicht um Schuldfragen, sondern nur darum, wer in welcher Rolle welche Verantwortung hat. Entscheidend ist, die Situation sorgfältig zu verstehen und ein Vorgehen zu entwickeln, das dem Menschen ebenso gerecht wird wie der Verantwortung des Unternehmens.
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